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Polyurethan Brustimplantate: Vorteile und Nachteile

Was sind Polyurethan Brustimplantate? Polyurethan Brustimplantate sind keine Neuheit, trotzdem bieten Sie immer wieder Gesprächsstoff und können zu Verunsicherungen bei Patientinnen führen. Viele Patientinnen stellen sich zu Recht die Frage ob diese Brustimplantate Ihnen einen Vo...

5. Juni 2023 · Dr. Markus-Johannes Handl

Polyurethan Brustimplantate Vorteile und Nachteile

Was sind Polyurethan Brustimplantate?

Polyurethan Brustimplantate sind keine Neuheit, trotzdem bieten sie immer wieder Gesprächsstoff und können zu Verunsicherungen bei Patientinnen führen. Viele Patientinnen stellen sich zu Recht die Frage, ob diese Implantate ihnen einen Vorteil bringen oder ob es auch Nachteile gibt. Dieser Blogeintrag soll helfen, Klarheit zu schaffen.

Dr. Handl Facharzt für plastische Chirurgie in Wien

Dr. Handl ist Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie mit umfangreicher Erfahrung auf dem Gebiet der Brustoperationen mit Brustimplantaten in Wien. Er steht für Sicherheit und Nachhaltigkeit in der plastischen Chirurgie. Viele internationale Patienten reisen speziell nach Wien, um sich von Dr. Handl behandeln zu lassen. Dr. Handl verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung verschiedener Brustoperationen, darunter Brustvergrößerungen, Brustverkleinerungen, Bruststraffungen und Brustrekonstruktionen. Der verantwortliche Umgang mit Brustimplantaten zeigt sich dadurch, dass der Facharzt immer im Interesse seiner Patientinnen denkt.

Das Polyurethan-Brustimplantat

Brustimplantate gibt es seit vielen Jahrzehnten, und die ständige Weiterentwicklung bietet den Patientinnen zunehmende Sicherheit und sich stetig verbessernde Qualität. Das mit Polyurethan beschichtete Implantat stellt keine aktuelle Neuerung dar und ist seit Jahren auf dem Markt. Das zwischenzeitliche Verbot basierte auf einer Fehlannahme, dass diese Implantate Brustkrebs erzeugen könnten. Sie sind heute zugelassen und haben die gesetzlichen Auflagen für die Zulassung als Medizinprodukt der höchsten Hygieneklasse erfüllt.

Wieso eigentlich Polyurethan?

Polyurethane sind Kunststoffe, die Urethangruppen enthalten. Sie entstehen bei der Umsetzung von mehrwertigen Alkoholen mit Polyisocyanaten durch Polyaddition. Diese Kunststoffe haben eine sehr weitverbreitete Verwendung und kommen in den unterschiedlichsten Industrien vor. In der Medizin hat diese Kunststoff-Gruppe ebenfalls Einzug gehalten, und so kam es letztlich zur Entwicklung von Brustimplantaten mit entsprechender Beschichtung.

Die Angst vor der Kapselfibrose

Als gewichtiges Argument für diese Implantate wird immer wieder das reduzierte Risiko einer Kapselfibrose genannt, vor welcher den Patientinnen leider nur allzu oft Angst gemacht wird. Um jedes Brustimplantat bildet sich normalerweise eine Kapsel als natürliche Fremdkörperreaktion; in seltenen Fällen kann daraus eine Kapselfibrose mit Problemen wie einer Verhärtung der Brust entstehen. Mit beschichteten Implantaten können Patientinnen aber ebenso Kapselfibrosen bekommen wie mit jedem anderen Implantat. Die aktuellen klinischen Studien zeigen, dass die Implantat-Oberfläche für die Kapselfibrosebildung eine geringere Rolle spielt als andere Faktoren. Somit stellt sich die Frage: Zu welchem Preis reduziert man das Risiko einer Kapselfibrose?

Polyurethan-Brustimplantate – das Sorglospaket für den Chirurgen

Das Polyurethan-Brustimplantat stellte für viele plastische Chirurgen ein „Sorglospaket“ dar. Durch die niedrigere Rate an Kapselfibrosen nahmen viele Chirurgen und Patientinnen bereitwillig die Nachteile der Implantate in Kauf. Als plastischer Chirurg, der auch an die Zukunft denkt, muss man aber auch die Nachteile klar thematisieren.

Brustvergrößerung mit Polyurethan-Brustimplantaten und ihre Folgen

Das reduzierte Risiko einer Kapselfibrose und die geringere Neigung zur Rotation dieser Implantate haben auch ihren Preis. Als plastischer Chirurg hat man eine Verantwortung seinen Patientinnen gegenüber und muss auch an ihre Zukunft denken. Die beschichteten Implantate haben die Eigenschaft, mit dem menschlichen Körper zu „verwachsen“. Der Kunststoffschaum wächst regelrecht mit dem menschlichen Gewebe zusammen, sodass die Abstoßungsreaktion (Kapselfibrose) reduziert sein kann. Allerdings bringt dieses Verwachsen von Implantat und Gewebe auch Nachteile mit sich.

Probleme: Migration – Revision – Allergie

Potenzielle Migration von Partikeln: Bei diesen Implantaten besteht die Möglichkeit, dass sich kleine Partikel der Beschichtung lösen und im umgebenden Gewebe verteilen. Dies kann zu Entzündungen führen und eine weitere chirurgische Intervention erfordern, um die Partikel zu entfernen.

Schwierigkeiten bei der Revision: Aufgrund der Haftwirkung der Beschichtung können Revisionseingriffe komplexer sein. Das Entfernen oder Austauschen erfordert oft zusätzliche chirurgische Schritte, um die Haftung zu lösen und das Implantat sicher zu entfernen.

Potenzielle allergische Reaktionen: Bei einigen Patientinnen kann es zu allergischen Reaktionen auf die Beschichtung kommen. Obwohl dies selten vorkommt, ist es dennoch ein potenzielles Risiko, das berücksichtigt werden sollte.

Langfristige Folgen von Polyurethan-Brustimplantaten

Brustimplantate haben heute zumeist eine lebenslange Garantie (was auch eine relative Angabe ist). Der verantwortungsvolle plastische Chirurg hat immer die Aufgabe, auch an den Alterungsprozess des Körpers und die sich verändernden Lebensabschnitte der Patientinnen zu denken. Dr. Handl nimmt sich für jede Patientin Zeit und kann auf jahrelange Erfahrung verweisen. Die Entfernung dieser Implantate stellt eine deutlich komplexere Operation dar, was vielen Patientinnen bei der ursprünglichen Implantatwahl nicht immer bewusst war.

Entfernung von Polyurethan-Brustimplantaten

Durch die massive Verwachsung des Gewebes mit dem Implantat kann dieses oft nur mit größeren Kollateralschäden entfernt werden. Oft ist auch eine komplette Entfernung der sich im Körper verbreitenden Beschichtung nicht mehr möglich, was zu langfristigen Problemen führen kann. „Deswegen sollten Polyurethan-Brustimplantate nicht die erste Wahl sein“, so Dr. Handl. Mehr zur Brustimplantat-Entfernung lesen Sie auf der entsprechenden Seite.

Wann macht ein Polyurethan-Brustimplantat Sinn?

Das Polyurethan-Brustimplantat hat bei der richtigen Indikation durchaus seine Daseinsberechtigung. Hatte eine Frau eine Brustvergrößerung mit normal beschichteten Implantaten und kommt es zur an sich seltenen Kapselfibrose, kann es eine Alternative darstellen. Nach umfassender Aufklärung über die allenfalls schwierige spätere Entfernung kann es dieser Patientinnengruppe zu einem ästhetischen Ergebnis verhelfen.

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